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Aktuelle Meldungen aus der Welt der Analogszene
| Universal hat Geschmack am Vinyl gefunden! |
Nun hat also auch der Weltkonzern Universal die totgesagte LP wiederentdeckt. Nach schwerfälligem Anlauf hat man Klassiker aus Pop und Rock aus den Archiven geholt (siehe auch Le Forum D'Vinyl Ausgabe 05/2001 und 06/2001) und damit zwei unterschiedliche Zielgruppen anvisiert: Den audiophil orientierten Sammler und Musikliebhaber der reiferen Generation mit 180 g schweren Vinyl-Reissues und schließlich die jüngeren Hörer mit etwas preiswerterem und auch dünnerem Normalvinyl.
Für die Analogfreunde eine tolle Sache. Hinter den Kulissen allerdings sorgte diese Initiative von Universal für einigen verständlichen Ärger. Speakers Corner und andere Spezialisten der Vinyl-Branche hatten vorab so einige Titel dieser Reissue-Reihe selbst geplant und müssen nun tatenlos zusehen, wie der Großkonzern Lorbeeren für ein Feld erntet, das er nicht gesät hat.
The Story goes on ... Universal bringt nicht nur weitere Pop- und Rock-Titel auf LP (Bjork, Cat Stevens, P.J. Harvey, ...), sondern auch die gesamten Metallica- und Abba-Longplayer (außer Compilations etc.)!
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| Westminster Recordings |
Klassik-Liebhaber dürfen sich freuen, denn die Kieler Firma Speakers Corner hat nun eine neue Reissue-Reihe ins Leben gerufen. Der Auftakt mit Richard Wagners Bühnenwerke "Tristan und Isolde", "Die Meistersinger", "Tannhäuser" und "Parsifal" (jeweils die Vorspiele) dürfte vor allem diejenigen besonders ansprechen, die alte Aufnahmen vorziehen und sonst eigentlich lieber Originale kaufen.
Westminster wurde 1949 in New York gegründet und musste bereits 1965 den regulären Geschäftsbetrieb einstellen. In diesen 16 Jahren stieg diese Firma zu einem der bedeutendsten Kleinlabels der klassischen Musik auf, bedeutende Dirigenten wie Hermann Scherchen, Artur Rodzinski, Erich Leinsdorf, Pierre Monteux und Hans Knappertsbusch gehörten dem Team an.
Herausragend war sicherlich aus technischer Sicht die Verwendung eines einzigen Mikrophons, dem sogenannten "Natural Balance"-Aufnahmeverfahren. Die nun wieder erhältlichen Platten werden wie alle bisherigen Veröffentlichungen von Speakers Corner bei Pallas gepresst, dem klanglichen Ergebnis und ausgewählten Repertoire nach darf man sie jedem engagierten Musikfreund wärmstens empfehlen.
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| CD Brenner laufen heiss |
Wie aus der Presse zu entnehmen war, wurden 2001 erstmals mehr CDs gebrannt als im Handel verkauft wurden!!! Laut dem Vorsitzenden der Phonoverbände, Herrn Gerd Gebhardt, wurden ca. 190 Millionen CD-Rohlinge privat mit Musik bespielt und damit die Vorjahresumsätze der verkauften regulären CDs überschritten. Man rechnet mit Umsatzrückgängen von 10-15 Prozent und dem stehen deutliche Zuwächse im Vinylbereich gegenüber. Eine exakte Zahl hierzu kann man allerdings nicht geben, da nicht alle Firmen, die LPs verkaufen auch erfasst sind.
Fakt jedoch ist, dass die Vinylscheibe verlorenes Terrain zurückgewonnen hat, wenn auch auf vergleichsweise noch niedrigem Niveau.
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| Classic Records auf 200 g schweren Vinyl |
In Kürze werden die LPs der beliebten Firma Classic Records auf einem neuen 200 g schweren Vinyl veröffentlicht. Verwendet wird hierfür das bereits schon seit einiger Zeit eingesetzte Quiex-Vinyl, das aber über diesen neuen Fertigungsprozess nochmals eine klangliche Steigerung erfahren soll.
Laut den von Classic Records durchgführten Hörtests hätten die Probanden sogar Unterschiede zu den bisherigen Quix-LPs gehört, mit ".... strahlender Klarheit im Klang und harmonischen Ganzheit mit räumlichen Details...".
Den Autakt soll die LP BN 1568 Hank Mobley bilden.
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| CTI Records / neue Speakers Corner Serie! |
Speakers Corner stellt eine neue Jazzreihe vor: CTI Records / A&M.
Im A&M Konzern bekam 1967 der Produzent Creed Taylor den Auftrag, einem neuen Jazzlabel zum Start zu verhelfen. Zur Seite stand ihm der legendäre Aufnahmeingenieur Rudy Van Gelder, der Designer Sam Antupit und der Fotograf Pete Turner.
Die beiden letzteren spielen bei der ungewöhnlichen Gestaltung der LP-Cover eine besondere Rolle. Die Namen der Künstler wurden alle in der gleichen, einfachen Schriftart abgedruckt, eine hochwertige Fotografie wird von einem weißen, grauen oder silberenen Hintergrund edel unterlegt. Dieses kunstvolle Erscheinungsbild wird von den musikalischen Ergebnissen der Aufnahmen adäquat abgerundet, das heißt, den Jazzliebhaber erwarten eine der interessantesten LP-Veröffentlichungen der 60er Jahre, natürlich im gewohnt hohem Qualitätsstandart von Speakers Corner (180g-Pressung Pallas).
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| Virtuelles Grammophon im Web |
Jetzt können Sie auch Ihre Vinylschätze direkt Bit für Bit mit Hilfe eines handelsüblichen Digitalscanners in den Computer transferieren. Ole Springer, ein Informatikstudent an der hebräischen Universität von Jerusalem, "The Selim And Rachel Benin School Of Computer Science And Engineering (http://www.cs.huji.ac.il) hat dies mit Hilfe eines in BC++ programmierten Programmes ermöglicht! Die Resultate sind zwar nur in Mono und klanglich sehr bescheiden, vom technischen Standpunkt aus aber einfach genial. Schauen Sie selbst:
http://www.cs.huji.ac.il/~springer/
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| Wiederkehr der Direktschnitt-LPs |
Groove Note ist es zu verdanken, dass das legendäre Press- bzw. Aufnahmeverfahren eine Renaissance erfährt. Der Direktschnitt ist die qualitativ beste, aber auch die aufwendigste Möglichkeit, eine Vinylschallplatte herzustellen. Hierbei wird bereits während der Aufnahme, d.h. während die Musiker live spielen, eine Lackfolie geschnitten, von der meißt maximal 1000 LPs gepresst werden. Der Klang jedenfalls rechtfertigt den hohen technischen und materiellen Aufwand. Weitere Details finden Sie dazu in unserem Le Forum 06/2001.
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