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Björk - Debut

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Björk - Debut (2 LP, 200 g, 45 rpm, UK)

Genauso bunt und schillernd wie ihr äußeres Erscheinungsbild ist auch das gesamtkünstlerische Schaffen der kleinen, hübschen Isländerin Björk Gumundsdottir. Ihre Karriere begann tatsächlich bereits 1977 mit einem nur in Island veröffentlichten (und natürlich lange vergriffenen) Album „Björk“. Dass sie früher in Punkbands spielte (u.a. Sugarcubes), ist heute eigentlich kaum verständlich.

Die nun erschienene hochwertige Reissues-Serie beginnt mit dem Album "Gling-Glo", auf dem Björk zusammen mit dem Trio Gudmundar Ingolfssonar bekannte Jazz-Stück auf Isländisch eingespielt hat. Äusserst reizvoll, wegen seiner Musik eine Alternative zur restlichen Björk-Diskografie.

Mit ihrem eigentlichen internationalen Debütalbum, das sinnigerweise auch „Debut“ (1993) heißt, erntete Björk nicht nur viel Lob (das bekam sie auch früher schon vielfach), sondern erreichte auch sehr große Verkaufszahlen. Doch musikalisch war es anders, sie verband hier House und TripHop mit Pop und Dance. Ihr betörender Gesang hingegen zieht sich wie ein roter Faden durch alle Platten von ihr, damit erreichte sie auch einen immer größer werdenden Fankreis, der sonst eher andere Musiksparten bevorzugt.

Im Fahrwasser dieses Erfolges entstand „Post“ (1995), das ebenfalls sehr abwechslungsreich gestaltet ist und eine etwas stärkere Neigung zu technoiden Klängen aufweist. Björk zeigte sich damit einmal mehr auch als erstklassige Songwriterin (so nebenbei war sie übrigens auch Schauspielerin!), denn sie gab sich nie mit bloßen Rhythmen und Soundsprengsel zufrieden, sondern verlieh den Songs immer auch einen Hauch von Eleganz. Und ihre Musik war immer im Spannungsfeld zwischen eingängig und extravagant, tanzbar oder einfach nur zum entspannten Zuhören.

„Telegram“ (1996) ist zwar ein Remix-Album mit den Songs von „Post“, doch die daran beteiligten Remix-Künstler haben daraus durchaus etwas Neues geschaffen. Von LFO über das Brodsky Quartet und Outcast zu Deodato oder Graham Massey kamen recht unterschiedliche Einflüsse zum Tragen, auch Björk nahm für manche Stücke den Gesangspart neu auf.

Es folgte 1997 „Homogenic“. In enger Zusammenarbeit mit Howie B hat Björk viel Streicher und Synthesizern sowie unkonventionelle Soundstrukturen eingebaut, für Kenner eine ihrer besten Scheiben!
Björks Soundtrack „Selmasongs“ (2000) zu dem Film „Dancer In The Dark“ (in dem sie die Hauptrolle spielte) ist anspruchsvoll und daher überaus begehrenswert. Die Mischung aus Geräuschkulisse, Streicherarrangements und atmosphärischer Kompositionen passt so perfekt zur faszinierenden Stimme von Björk, dass man sich der Wirkung dieser tollen LP kaum entziehen kann.

2001 kam das vierte Studioalbum „Vespertine“, ein Album voller entspannter und romantischer Melodien, mit nachdenklichen Texten und der Suche nach der Liebe. Man hört, dass die Platte ein Gegenpol zu den eher poppigen LPs wie „Homogenic“ darstellt, sie wirkt verträumt und es scheint eine wohlige Aura um Björk entstanden zu sein.

Eine Besonderheit war auch die LP „Medulla“ (2004): sie wurde im wesentlichen mit Stimmen eingespielt, Instrumente wie Piano oder Synthesizer wirken wie seltene Exoten. Durch den London Choir und Icelandic Choir kann sich der Hörer in sakrale Stimmungen ebenso vertiefen wie auch mystische Atmosphären zwischen den Lautsprechern entstehen.

„Drawing Restraint 9“ (2005) ist ein Soundtrack zu einem Film von Matthew Barney, Björks Lebens- und nun auch künstlerischer Partner. Diese LP ist exzentrisch, abstrakt, avantgardistisch und rätselhaft. In der ersten Nummer singt Gaststar Will Oldham die wohl eingängigste Melodie der ganzen LP, begleitet von Harfe, Celeste und Kinderchor, Björks fantastische Stimme selbst ist nur in drei Stücken zu hören.

Auch „Volta“ (2007) ist fern jedem Mainstream und doch ist sie nicht so kopflastig wie die beiden vorangegangenen LPs „Medulla“ und „Drawing Restraint 9“. Zwar bestimmen die Beats, Elektronik Sounds und Rhythmus, manche Nummer ist tanztauglich und sorgt so für mehr Bauchfeeling als bisher.

Eine Alternative für die Studioalben war das 1998 erschienene Remix-Werk "Joga", mit Künstlern wie Howie B. oder Alex Empire, das es bei uns nur als Import gab. Reizvolle Mixversionen wie etwa "Immature" mit Akustikgitarre werden so manche verblüffen, die dieses nun als Doppel-LP wiederveröffentlichte Vinyl noch nicht kennen!

Für Einsteiger bietet sich auch das "Greatest Hits" (Klappcover) an, denn es enthält Stücke aus ihren wichtigsten Platten: "Debut", "Post", "Homogenic" und schließlich "Vespertine", hinzu kommt noch ein neuer Song "It's In Our Hands"!

Alle Alben wurden neu gemastert, das Mastering erfolgte per DMM und gepresst wurde auf 200g-Vinyl. Limitierte und numerierte Auflage in stablier Klarsichthülle.

  • Interpret: Björk
  • Titel: Debut
  • Audiophile LP (2 LP, 200 g, 45 rpm, UK)
  • Label: One Little Indian
Pressung 1-2
Lieferstatus:
verfügbar
Art.Nr.:
TP 31 DMM
36,00 €
(inkl. 19% MwSt.)
Menge:

Zusätzliche Optionen für diesen Artikel:

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