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Francisco Tarrega - Musik Für Gitarre (180 g)

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Klaus Jäckle - Gitarre von Knut Welsch aus Erlangen mit Dr. Junger-Saiten

Aufnahme am 27.04.2010 im Reitstadel Neumarkt
Leitung der Analog-Aufnahme: Heinz Wildhagen
Produktion: Peter Suchy, clearaudio

Der Tod des spanischen Gitarristen Francisco Tarrega (1852-1909) jährte sich 2009 zum 100. Mal. Aus diesem Anlass erschien eine LP mit sowohl Originalkompositionen als auch Arrangements, die auf spanische Klavierkompositionen basieren. Seine Bedeutung hinsichtlich der Weiterentwicklung von Spieltechnik, insbesondere der Tonerzeugung, steht außer Frage: Sein Ziel ist die Erzeugung eines kraftvoll und zugleich singenden Klang. Neben dem kurzen „Preludio D-Dur“ zu Beginn des Albums können Sie sich auf außergewöhnliche musikaische Perlen („Endecha“, „Oremus“, „Lagrima“) freuen. Freudiger wird es bei Mazurken, Polken und Walzer, die Tarrega im wesentlichen Frederic Chopin gewidmet hat. Bekanntestes Stück ist der „Gran Vals“ (Takt 13-16 ist der Nokia-Klingelton), ein brillanter Walzer im Salon-Stil seiner Zeit. Das meisterhaft „Jota“ zeigt alle spieltechnischen Möglichkeiten der spanischen Gitarre auf, indem zwischen gesanglichen bzw. erzählerischen Abschnitten und einem in Aragon beheimateten Tanz gewechselt wird. Die musikalische Umsetzung übernahm Klaus Jäckel. Der Meistergitarrist unserer Zeit versteht es, die vorgelegten Stücke auszugestalten und technisch versiert vorzutragen. Ein gelungenes Meisterstück!


Titel:
A-Seite
1. Preludio D-Dur 1:15
2. Jota 10:58
3. Sueo (Mazurka) 2:10
4. Endecha 1:18
5. Oremus 1:02
6. Maria 1:24
7. Marieta 4:04
8. Gran Vals 3:13

B-Seite
1. Capricho arabe 5:33
2. Recuerdos de la Alhambra 5:36
3. Las dos hermanitas 2:42
4. Preludio Miguel Llobet 1:57
5. Adelita 2:00
6. Lgrima 1:58
7. Rosita (Polka) 1:37
8. Tango 2:34


Der Gitarrist Francisco Trrega (1852-1909)

Aus Anlaß des 100. Todesjahres von Francisco de Asis Trrega y Eixea, so sein voller Name, entstand der Gedanke diesem wohl wichtigsten Gitarristen der Neuzeit eine eigene LP zu widmen.
Trrega wurde am 21. November 1852 in Villareal, Spanien, geboren und erlernte als Achtjähriger das Gitarrenspiel. Aus einem musikalischen Elternhaus stammend, hielt ihn sein Vater an, ebenfalls das Klavierspiel zu erlernen, was später sicher auch Anlaß für seine zahlreichen Bearbeitungen von Klavierkompositionen war. Trrega wurde auch oft der „Chopin der Gitarre“ genannt. Er starb am 15. Dezember 1909 in Barcelona.
Die besondere Bedeutung Trregas liegt in der Fortentwicklung der Spieltechnik, insbesondere der Tonerzeugung, des Anschlags der rechten Hand. Dessen Ziel ist es einen kraftvollen und zugleich singenden Klang zu erzeugen. (Dies legte mir auch immer wieder mein Lehrer Ekard Lind nahe, der Schüler von Luise Walker war, die wiederum von Miguel Llobet gelernt hatte, dem Lieblingsschüler von Francisco Trrega, dem er ein besonders schönes und harmonisch reiches Preludio gewidmet hat...)
Die weitere große Bedeutung von Trrega liegt in seinen Werken, sowohl den Bearbeitungen, wie schon erwähnt, die ein extra Kapitel verdienen, als auch seinen Originalkomposition, von denen ich hier eine Auswahl getroffen habe.
Perlen voller Poesie sind die oftmals nur 8-taktigen Preludios, wie das vorangestellte in D- Dur. Eine eigene Welt auf kürzester Distanz, originär für die Gitarre erdacht.
Dazu zählen auch Endecha, ein Trauergesang, sowie Oremus, „lasset uns beten“, das er nur wenige Tage vor seinem Tode komponierte, sowie Lgrima, die Träne. Freudiger hingegen wirken die Mazurken, Polkas oder Walzer, ein Genre, dem sich auch Chopin wesentlich gewidmet hat. Sueo, der Traum, Adelita und Rosita, ebenso Maria und Marieta mögen vielleicht das Naturell der entsprechenden Namensträgerinnen musikalisch beschreiben. Ebenso der Walzer Las dos hermanitas, die beiden Schwestern.
Der Gran Vals ist, vielen sicher nicht gegenwärtig, eines der verbreitetsten Stücke von Trrega überhaupt: Takt 13-16 ist der Klingelton von Nokia-Handys. Ein brillanter Walzer im Salon-Stil seiner Zeit, ebenso wie die Jota, das längste Stück auf der Platte. Die Gran Jota ist sozusagen ein Kompendium aller spieltechnischen Möglichkeiten der Gitarre in Form des in Aragon beheimateten Tanzes. Dabei wechselt sich der Tanz mit einem gesanglichen und erzählerischen Teil ab. Auch Trrega wandte sich der Bewegung des „Alhambrismus“ zu. Eine musikalisch-literarische Bewegung, die die Alhambra, jene Burg oberhalb von Granada, als Symbol des goldenen Zeitalters zum Leben erweckte, einer Zeit der friedlichen Koexistenz Menschen verschiedensten Glaubens und Herkunft. Recuerdos de la Alhambra, die Erinnerungen an die Alhambra, gehört dazu, sowie das Capricho arabe, ein Stück mit Arabesken und maurischem Gesang. Ein feuriger Tango beschließt meine Auswahl.


Klaus Jäckle Biographie:

„Poesie und Leidenschaft zugleich“, „ein Stilist der besonderen Güte“, so lautet der Tenor der Presse über Klaus Jäckle.
Der Meistergitarrist Klaus Jäckle spielte unter anderem für Herbert von Karajan, für die Prinzessin von Tonga oder in der Berliner Philharmonie.
Klaus Jäckle absolvierte mit Auszeichnung sein Studium am Salzburger Mozarteum und hat mehrere Preise gewonnen. Wesentlich beeinflusst hat ihn auch sein Freund Pepe Romero, der sein Spiel ein „bewegendes Erlebnis“ nennt.
Als gefragter Solist und Kammermusiker trat er auf renommierten Festivals und in großen Musikzentren auf, darunter Schleswig-Holstein Musik Festival, Salzburger Schloßkonzerte, Konzerthaus Berlin, Gewandhaus Leipzig, Gasteig München, Meistersingerhalle Nürnberg, Mozarteum Salzburg, Wien, Paris, Prag, Florenz, Sacramento, Los Angeles.
Er trat mit Künstlern wie Monika Teepe, Irena Grafenauer, Tabea Zimmermann, dem Ensemble „Los Romeros“, der Camerata Salzburg, dem Gewandhaus Quartett u.a. auf.
Zuletzt begeisterte er mit dem erfolgreichen Gesangsduo Marshall & Alexander auf einer ausverkauften Kirchen-Tournee mit dem Programm „Götterfunken“ in 100 Konzerten durch ganz Deutschland. Von und mit ihm sind 20 CDs und LPs erschienen, sowie zahlreiche Rundfunkaufnahmen für den BR, SWR und ORF.
Zuletzt erschien bei clearaudio sein Solo Album "Una Hora Espanla" mit spanischer romantischer Gitarrenmusik. Darunter sind unter anderem Werke von Isaac Albniz zu hören. Jens Voskamp von den Nürnberger Nachrichten schreibt dazu: "... So durchdacht die Interpretation, so natürlich das Ergebnis. Nichts ist verkünstelt und man denkt nach dem Anhören unweigerlich: Ja, so muss es sich anhören."
Er spielt eine Gitarre von Knut Welsch, Erlangen,und dr-junger-saiten.de. Klaus Jäckle im Internet: www.classicalguitar.de

  • Musikstil: Klassik
  • Interpret: Francisco Tarrega
  • Titel: Musik Für Gitarre
  • Audiophile LP (180 g)
  • Label: Deutsche Grammophon
  • Bei uns im Jahr 2010 erschienen
Klang 1 Pressung 1
Lieferstatus:
Lieferzeit 1 - 2 Wochen
Art.Nr.:
83054
29,00 €
(inkl. 19% MwSt.)
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