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Johann Sebastian Bach: Sechs Brandenburgische Konzerte (BWV 1046 - 1051) Stuttgarter Kammerorchester
Wolfgang Amadeus Mozart: Präludium und Fuge Nr. 5, KV 404a (BWV 526) Gaede Trio
Aufnahmen März 2000 in der Peter-und-Paul-Kirche, Gönningen, von Andreas Spreer und Roland Kistner.
Johann Sebastian Bachs Brandenburgische Konzerte zählen zu seinen bekanntesten Kompositionen und sind beispielhaft für das barocke Instrumentalkonzert. Unter dem Titel „Die Brandenburgischen Konzerte“ hat Bach sechs Konzerte (BWV 1046-1051) zu einem Zyklus zusammengefasst. Im Jahr 1721 schickte Bach seine Partitur dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt (1677-1734) mit einer umfangreichen Widmung.Diese Sammlung enthielt keine Neukompositionen, sondern schon vorhandene Stücke: Das 1. und 3. Konzert wurde nach heutigem Kenntnisstand schon in Weimar geschrieben und die anderen in seinen ersten Jahren in Köthen. Zu dieser Zeit begann Bach auch, seine Kompositionen zu Zyklen zusammenzufassen, indem er übergreifende Ordnungsprinzipien entwarf (vgl. „Das Wohltemperierte Clavier“). Bei den „Brandenburgischen Konzerten“ wurden die Einzelkonzerte allerdings nicht so weit aufeinander abgestimmt, das eine Einheit erkennbar ist. Dennoch schienen sie ihm am Herzen zu liegen: Dafür spricht eine sorgfältige Schreibweise (Taktstriche mit Lineal) und eine Differenzierung der Partien von Violoncello, Violone und Continuo. Bachs Originaltitel „Six Concerts Avec Plusieurs Instruments“ hat erst Philipp Spitta in seiner Bach-Biographie (1873-1879) zum heute bekannten Titel „Brandenburgische Konzerte“ geprägt. Das 1. Konzert hat Bach für eine große Besetzung geschrieben, so dass man hierbei eher von einer Instrumentalsuite sprechen sollte als von einem Konzert. Die im 2. Konzert wirkende Solistengruppe (Trompete, Blockflöte, Oboe, Violin) wird nur wenig vom Streichertutti abgesetzt und erfüllt mehr eine klangliche Funktion als eine strukturelle. Das 3. und 6. Konzerte, reine Streicherwerke, verzichten hingegen vollkommen auf eine klare Trennung zwischen Solo und Tutti. Die Solostimmen entspringen dem klanglich homogenen Ganzen und werden auch dorthin wieder zurückgeführt. Das 4. Konzert ist in der Besetzung experimentell angeordnet: Beide Flöten spielen einmal gemeinsam mit der Violine als Sologruppe, ein andermal wirken sie im Tuttipart mit, wodurch die Violine als virtuoses Soloinstrument hervortreten kann. Im 5. Konzert ist der Kontrast Solo-Tutti am ausgeprägesten: Gegen das Streichertutti agiert eine Solistengruppe (Flöte, Violine, Cembalo), in der auch das Begleitinstrument Cembalo solistisch hervortreten darf. Klanglich und musikalisch hervorragend vorgetragen vom Stuttgarter Kammerorchester. Als Bonus enthalten ist die „Chaconne“ aus der Partita in d-Moll für Solovioline (BWV 1004). Hartmut Lindemann versucht so nahe wie möglich am Original zu bleiben und spielt daher mit einem historischen Rundbogen. Diese damit verbundene Technik macht die „Chaconne“ zu einem besonderen Hörerlebnis. Als Basis für das von Mozart komponierte „Largo and Fugue No.5“ dient Bachs Largo und Fuge aus der Orgelsonate No.2 (BWV 526). Mozart machte daraus sechs kleinere, langsame Sätze und eine dreiteilige Fuge für Violine, Viola und Bass (KV 404a). Die Interpretation durch das Gaede Trio ist musikalisch ausgereift.
Der perfekt ausbalancierte, warme Röhrenklang von TACET auf drei 180 g-LPs in einer aufwändig gestalteten Leinenbox mit großformatigem Beiheft machen diese Box zu etwas Besonderem. - Musikstil: Klassik
- Interpret: Johann Sebastian Bach
- Titel: Brandenburg Concertos
- Audiophile LP (3 LP, 180 g)
- Label: Tacet
- Bei uns im Jahr 2010 erschienen
Klang 1 | Pressung 1 |
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