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Keith Jarrett - The Köln Concert (2 LP, 180 g)

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Liveaufnahmen 24. Januar 1975 in der Oper in Köln.

Keith Jarrett wurde am 8. Mai 1945 in Allentown, Pennsylvania geboren. Er ist ein US-amerikanischer Jazz-Pianist. Jarretts Spiel ist durch weit ausgreifende Soloimprovisationen gekennzeichnet.
The Köln Concert ist ein frei improvisiertes Konzert. Bei den Solokonzerten versuchte Jarrett ohne jede musikalische Vorüberlegung und ohne Plan „aus dem Nichts heraus“ Musik zu schaffen.
„The Köln Concert“ bekam den Preis der Deutschen Phono-Akademie und wurde vom Time Magazine zu einer der „Records of the Year“ gewählt. Mit über 3,5 Millionen verkaufter CDs und Schallplatten ist es die meistverkaufte Jazz-Soloplatte und meistverkaufte Klavier-Soloplatte überhaupt.

Label: ECM Records
Toningenieur: Martin Wieland
Produzent: Manfred Eicher
Aufnahmen durch den Toningeneur Marton Wieland.
Neues Mastering von den Analog-Bändern.
Pressung bei Pallas in Deutschland auf 180 g-Vinyl.

Keith Jarrett gehört zu den erfolgreichsten und stilprägenden Musikern der vergangenen vier Jahrzehnte und hat vor allem durch seine frühen Solo-Konzerte maßgeblich die Vorstellung vieler Menschen von zeitgenössischer Improvisation beeinflusst. Dabei baute er ein leicht verständliches, transparentes Prinzip des freien Flusses motivisch geprägter Improvisationen aus und kultivierte es. Der große Durchbruch kam 1975 schlagartig mit der Veröffentlichung seines legendären, eigentlich unter unglücklichen Umständen stattfindenden The Köln Concert. Bei Kritikern und beim Publikum war das Köln Concert mit über 3,5 Millionen verkaufter Exemplare ein großer Erfolg. Die Platte bekam den Preis der Deutschen Phono-Akademie und wurde vom Time Magazine zu einer der „Records of the Year“ gewählt.
Es ist bereits so viel über diese Platte geschrieben worden. Ein Komiker hat sich einmal über die Zeit ausgelassen, in die die damalige Erstveröffentlichung fiel. Es war die Zeit der Räucherkerzen, der Yogi-Tees und der Menschen, die sich auf dicken, weichen Flokati Teppichen nieder ließen, um Musik wie diese mit allen Sinnesfasern zu genießen: Kaskaden von Akkorden und improvisierten Melodien, die Kohorten von aufstrebende Pianisten über Jahre hinaus in Melodik und Improvisation beeinflusst haben.
Auf Seite A „berauscht Keith Jarrett die Stille“ mit seinen perlenden Piano-Licks, die zuerst etwas verloren klingen auf der Suche nach der perfekten Auflösung. Er gerät in Ekstase, singt mit seinen Melodien, lässt sich von seiner eigenen Begeisterung anstecken, wie die Akkorde aus seinem Handgelenk perlen. Am Ende der Seite 1 spielt er sich in einen regelrechten Rausch und der Zuhörer wird unweigerlich mit hineingerissen in den Strudel des Klangteppichs und der Musik. Seite 2 beginnt stürmisch und lebhaft, ohne aber dabei auf Ausdruck und Ernsthaftigkeit zu verzichten. Wie sehr seine Musik auch die Pop Musik nachhaltig beeinflusst hat, ist in Bruce Hornsbys „The Way It Is“ zu hören, der in seinem 1986er Hit einige der Jarrett-Melodien verarbeitete.
Auf Seite 3 legt Jarrett seine Improvisation während der ersten 6 Minuten über einen Fis-Moll-Akkord. Er hypnotisiert damit seine Zuhörer regelrecht und nimmt sie mit auf eine feierliche, fast majestätische Reise in den musikalischen Simplizissimus. Seite 4 ist zum Ausklang wieder sehr ruhig gestrickt mit einem sehr leisen und bedächtigen Vortrag.
The Köln Concert war neben Miles Davis und Brubecks „Take Five“ eine der Platten, die jeder bessere Musikhaushalt in den 70ern als vorzeigbaren Jazz-Klassiker im Regal stehen hatte. Das Konzert hat Jarrett damals „in einem Rutsch“ eingespielt. Es sollte dabei eigentlich gar nicht aufgezeichnet werden, da es unter extrem widrigen Umständen stattfand. Der eigentlich ausgesuchte Konzertflügel war nicht rechtzeitig da. Jarrett musste deshalb auf einem mäßigen Stutzflügel spielen, der auch noch verstimmt war. Nur auf ausdrückliche Bitten der damals achtzehnjährigen, lokalen Konzertveranstalterin Vera Brandes war Jarrett bereit, doch aufzutreten. Keith Jarrett passte das musikalische Geschehen dem Instrument an und beschränkte sich auf die mittleren und tiefen Töne, wobei er wiederholende Muster bevorzugte.Trotzdem hat „The Koeln Concert“ die Jazzwelt nachhaltig beeinflusst und ist für Viele die Solo-Jazz-LP schlechthin.Man spürt deutlich, dass Jarrett das Konzert nicht nur einfach wie ein Pflichtprogramm abspulte, sondern dass er die Musik fühlt und lebt, dass er jeden Ton mit allen Fasern seines Seins spielt. Genial!

  • Musikstil: Jazz
  • Interpret: Keith Jarrett
  • Titel: The Köln Concert
  • Audiophile LP (2 LP, 180 g)
  • Label: ECM
  • Bei uns im Jahr 2010 erschienen
Klang 1 Pressung 1
Delivery status:
in stock
Item No.:
ECM 1064
28,50 €
(inkl. 19% MwSt.)
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